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Ärztekammer: Clublösung für Organspende falsch

Der Vorschlag einiger Transplantationsmedizinier, Ersatzorgane nur den Besitzern von Organspendeausweisen zukommen zu lassen, ist nach Auffassung des Präsideneten der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, der falsche Weg, den Organmangel hierzulande zu beenden. "Die sogenannte Clublösung hat einen Zwangscharakter, der geeignet ist, das Vertrauen in die Medizin zu gefährden", sagte Hoppe gegenüber dieser Zeitung. Die Menschen müßten sicher sein, daß die Organspende bei der Einlieferung ins Krankenhaus nicht im Vordergrund stehe. Wie die Deutsche Stiftung Organspende plädiert Hoppe dafür, das Engagement und Meldeverhalten der Kliniken zu verbessern. Die Öffentlichkeitsarbeit in diesem Bereich sollte verstärkt genutzt werden. "Allerdings müssen die Krankenhäuser auch logistisch in ihrem Bemühen unterstützt werden", so Hoppe, etwa indem genügend Personal rund um die Uhr zur Verfügung steht. Mit den zunehmenden finanziellen Engpässen im Zeichen der Fallpauschalenregelung drohe sich die Situation aber eher zu verschärfen als zu entlasten. F.A.Z.

[aus: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Mittwoch, 20. April 2005]