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Transplantationsgesetz: Die Politik soll handeln!

Mit der Problematik von Organspenden im Zusammenhang mit dem in Deutschland gültigen Transplantationsgesetz befassen sich zwei Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Mittwoch, 29. September 2004, Nr. 227 / Seite N 1. Die für uns entscheidenden Passagen haben wir im folgenden zusammengestellt:

"In den Reihen der Transplantationsmedizin, aber auch der Patienten- und Selbsthilfegruppen wachsen die Erwartungen an die Politik. Sie soll, nachdem das vor sieben Jahren verabschiedete Transplantationsgesetz sein wichtigstes Ziel - die Zahl der Organspenden zu erhöhen - verfehlt hat, neue Anreize für einen bessere Spendebereitschaft der Menschen geben. Zuletzt hatte die Deutsche Stiftung für Organtransplantationen einen Rückgang der Organspenden im ersten Halbjahr um knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr verkünden müssen."

"Einige Experten propagieren die Widerspruchslösung [...]. Bei der Widerspruchslösung für die Organspende, die in einigen europäischen Ländern üblich ist, wird jeder Mensch im Falle seines Hirntodes als Organspender angesehen, der nicht schriftlich hinreichend festgelegt hat, daß eine Organspende für ihn nicht in Frage kommt. Hierzulande sei es zumindest zumutbar, einen Organspendeausweis bei sich zu tragen, aus dem die Haltung zur Organspende hervorgeht [...]. Bisher besitzen nur rund acht Prozent der Bundesbürger ein solches Dokument. Aus individualethischer Sicht sei es nicht vertretbar, sich diese Entscheidung offenzuhalten [...]. Nach dem Transplantationsgesetz sind hierzulande Organentnahmen zur Zeit nur dann erlaubt, wenn der mögliche Spender zu Lebzeiten sein Einverständnis erklärt oder die engsten Angehörigen nach dem Tod zugestimmt haben."

Unsere Initiative gilt im Moment vorrangig der Information über Organspendeausweise sowie deren Verteilung. In der Zukunft ist jedoch auch die Politik gefordert. Sie entscheidet mit ihrer Gesetzgebung letztendlich auch über die Chance auf ein "zweites Leben" mit einem Spendeorgan.

[Beate und Michael Manus]